Sperrnacht und weibliche Spiritualität am 8. Dezember

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Sperrnacht am 8. Dezember – Sanftes Licht durch Vorhänge symbolisiert weibliche Spiritualität und Stille

Weibliche Spiritualität und die vergessene Kraft des 8. Dezembers

Die Sperrnacht am 8. Dezember markiert einen besonderen Wendepunkt im Jahr als eine Zeit, in der weibliche Spiritualität uns einlädt, innezuhalten und das Tun ruhen zu lassen. Während die meisten Menschen nur an einen katholischen Feiertag denken, verbirgt sich hinter Maria Empfängnis eine viel ältere, weiblichere Geschichte.

Wenn du heute im Kalender nachschaust, steht dort „Maria Empfängnis“. Und vielleicht denkst du dir kurz: Moment mal, wie soll sich das bis Weihnachten ausgehen? Empfängnis und Geburt in nur knapp drei Wochen?

Die Verwirrung ist verständlich und weit verbreitet. Denn am 8. Dezember wurde nicht Jesus empfangen, sondern Maria selbst von ihrer Mutter Anna. Mancherorts kennst du diesen Tag vielleicht auch als „Anna-Tag“, benannt nach jener Frau, die nach langer Kinderlosigkeit endlich schwanger wurde.

Und genau hier beginnt eine Geschichte, die für weibliche Spiritualität von großer Bedeutung ist.

Die Geschichte dahinter

Anna und Joachim konnten lange keine Kinder bekommen. Joachim zog sich 40 Tage in die Wüste zurück zum Fasten und Beten, während Anna in Jerusalem im Gebet blieb. Ein Engel erschien beiden und kündigte ihnen ein Kind an. Joachim kehrte freudig zurück, und die beiden trafen sich an der „Goldenen Pforte“ des Tempels. Dort umarmten sie sich und dieser Moment gilt als die Empfängnis Mariens.

Die Kirche spricht von der „unbefleckten Empfängnis“: Maria wurde frei von der Erbsünde empfangen.

Was, wenn wir die Erbsünde anders verstehen?

Ich glaube nicht an die Erbsünde, wie die Institution Kirche sie uns vermittelt hat, um uns klein zu halten. Aber ich kenne sehr wohl das Phänomen, dass wir uns selbst klein halten.

Diese unbewusste Prägung von „ich muss noch etwas tun, damit…“ kennst du vielleicht auch. Gerade im spirituellen Feld höre ich es ständig:

  • „Daran muss ich noch arbeiten.“

Klingt das nicht unglaublich anstrengend?

Vielleicht ist die wahre „Erbsünde“ etwas ganz anderes: dass wir uns selbst zu viele Bedingungen auferlegen. Bedingungen, die uns von unserem eigentlichen Weg wegführen. Wenn wir davon ausgehen, dass wir das Göttliche in uns tragen, wäre unser ureigener Weg doch, ganz bei uns zu bleiben, frei von inneren und äußeren Erwartungen.

Die Einladung des heutigen Tages

Mit sich verbunden und im Vertrauen leben, gemäß jenem Seelenplan, den wir in uns behüten. Zu werden und zu leben, was wir wahrlich sind.

Und jetzt kommt der Satz, der vielleicht gerade in dir etwas auslöst:

Alles, was du innerlich sehen kannst, als Wunsch, Traum, Vision  ist dir äußerlich bestimmt, es auch leben zu dürfen.

Wozu sonst sollte dieses Bild in dir existieren?

Deshalb wage es jetzt, für dich zu formulieren:

  • „Ich bin es würdig…“
  • „Ich bin es wert, dass…“
  • „In meinem Leben ist es mir bestimmt, dass…“

ABER  und das ist wichtig,

Weil du bislang vielleicht ein limitierendes Glaubensmuster gefahren bist, reicht es womöglich nicht aus, nur die Sätze zu formulieren. Bewege dich tatsächlich in dieses Feld des Erlebens:

  • Was kannst du schon jetzt tun, um genau das zu unterstützen?
  • Welche Handlung liegt außerhalb deiner Komfortzone?
  • Was hast du vielleicht noch nie gewagt?

Jetzt ist der Moment.

Weibliche Spiritualität und das Mysterium der großen Mütter

Maria und ihre Mutter Anna  beide sind große Mütter. Anna als Großmutter von Jesus, Maria als jene, die das göttliche Licht gebar. Der heutige Tag ehrt die großen Mütter und ist damit ein kraftvoller Tag für weibliche Spiritualität.

Und wenn wir über die biblische Geschichte hinausschauen, zeigt sich noch eine andere Ebene. Der Name „Anna“ trägt die Ursilbe „An“; in alten Sprachen das Zeichen für das weibliche Vorangegangene, die Ahnin. Im Jakob-Evangelium wird Anna sogar „Dinah“ genannt. Sind wir da nicht schon nahe bei der Göttin Diana?

In alten Zeiten gab es viele Göttinnen mit ähnlichem Namensklang: Anahita, Ananta, Anath, Inanna, Hannahanna, Anu, Dana – allesamt Göttinnen des schöpferischen Prinzips, Muttergöttinnen. Diese Verbindung zu den alten Göttinnen macht den 8. Dezember zu einem besonderen Tag für weibliche Spiritualität.

Das Mysterium liegt in der Fruchtbarkeit, im Lebensbringenden, im Gebärenden  dem großen Wunder des neuen Lebens.

Frage dich:

  • Was ist es, das durch dich in die Welt kommen will?
  • Welches neue „Leben“ möchte durch dich geboren werden – sei es ein Projekt, eine Veränderung, eine Berufung?

Die Sperrnacht und wie weibliche Spiritualität alte Tradition trifft

Mit dem heutigen Tag beginnt in vielen Traditionen die Zeit der Sperrnächte als jene Zeit vor der Wintersonnenwende, in der die Arbeit ruhen sollte. Die Sperrnacht ist ein wichtiges Element weiblicher Spiritualität und lädt uns ein, das Yang-Prinzip des Tuns loszulassen.

Früher wurden die Werkzeuge gereinigt und weggesperrt, um keine „bösen Geister“ anzuziehen. In der weiblichen Spiritualität verstehen wir diese alte Weisheit neu: Die Sperrnacht erinnert uns daran, Stille zu halten, um keine inneren bösen Geister zu nähren. Die innere Arbeit ruhen zu lassen.

Praktisch umgesetzt könntest du:

  • Auf das vergangene Jahr blicken: Was lief gut? Was nicht so gut?
  • Würdigen, was war und
  • Loslassen, was noch offen ist

Im Außen aufräumen: zurückgeben, was anderen gehört, Schulden begleichen, die Wohnung in Ordnung bringen

Besonders wichtig war früher: Die Spinnräder hatten still zu stehen. Nur die Schicksalsgöttin Willbeth durfte den Lebensfaden weben. Und heute? Spinnen wir Pläne, manifestieren, arbeiten am Business fürs kommende Jahr.

Die Sperrnacht lädt uns in der weiblichen Spiritualität zu etwas anderem ein: Stille. Nichtstun. Sein. Ganz im Yin-Prinzip.

Bis zur Wintersonnenwende haben wir etwa 12 Nächte Zeit für diese innere Einkehr und genau für diese kraftvolle Phase habe ich ein besonderes Angebot für dich.

Die Zeitqualität nutzen

Aus welchem Blickwinkel wir den heutigen Tag auch betrachten, die Thematik zeigt sich immer als dieselbe, vielleicht in einem anderen Licht. Weibliche Spiritualität am 8. Dezember verbindet die Geschichte von Maria und Anna mit den alten Göttinnen und der Botschaft der Sperrnacht.

Frage dich:

  • Welche Bedingungen hast du dir selbst gesetzt?
  • Welche begrenzen dich unnötig?
  • Kennst du deine Bestimmung  oder hast du eine Ahnung von ihr?
  • Wie schenkst du deinem Licht seinen Raum?

Maria lebte ihre Bestimmung in tiefer Verbundenheit und voller Hingabe. Und diesen Auftrag tragen wir alle in uns: Das göttliche Licht zu behüten, zu nähren und als Licht zu den Menschen zu bringen und zwar jeder gemäß seiner persönlichen Bestimmung.

Das gilt es heute zu feiern.

Folge der Energiequalität des Tages. Halte inne, verbinde dich mit deiner inneren Essenz. Die Botschaft der Sperrnacht ist klar: Weibliche Spiritualität bedeutet auch, dem Yin Raum zu geben:  der Stille, dem Sein, dem Empfangen.

Weil du es dir wert bist.

Rauhnächte bieten dir den Raum, all diese Fragen zu erforschen und Antworten zu empfangen. Begleite ich dich dabei?

Go with the flow.

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