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Ein kosmisches Jahrhundertereignis für die weibliche Urkraft

Die Venus Mars Konjunktion 2026 ist eines der seltensten astrologischen Ereignisse unserer Zeit. In den ersten Januartagen 2026 ereignet sich am Himmel etwas, das in seiner Seltenheit und Symbolkraft kaum zu übertreffen ist: Venus und Mars, die beiden Planeten, die unsere weibliche und männliche Urkraft repräsentieren, vollziehen nahezu gleichzeitig einen Seitenwechsel hinter der Sonne. Was zunächst wie ein rein astronomisches Phänomen klingt, birgt eine tiefe spirituelle Bedeutung, besonders für uns Frauen, die wir uns auf dem Weg befinden, unsere authentische weibliche Kraft wieder zu entdecken und im Einklang mit den kosmischen Rhythmen zu leben.

Die Venus Mars Konjunktion 2026: Astronomische Rarität und Zeitqualität

Am 6. Januar 2026 verschwindet die Venus von der Erde aus gesehen hinter der Sonne. Sie wandert dabei von rechts nach links und taucht einige Tage später links neben der Sonne wieder auf. Fast zeitgleich vollzieht der Mars die entgegengesetzte Bewegung: Er verschwindet am 10. Januar hinter der Sonne, wandert von links nach rechts und erscheint anschließend rechts von der Sonne wieder.

Diese sogenannte superior conjunction (obere Konjunktion) beider Planeten, bei der Venus und Mars weniger als einen Grad von der Sonne entfernt stehen, ist außergewöhnlich selten. Astronomen haben berechnet, dass eine vergleichbare Konstellation erst wieder im Juni 2267, also in mehr als 240 Jahren, zu beobachten sein wird. Im gesamten letzten halben Jahrtausend gab es dieses Phänomen nur dreimal: 1669, 1682 und im Juni 1968.

Wir sind also Zeuginnen eines wahrhaft kosmischen Jahrhundertereignisses. Dieser kraftvolle Moment wirkt besonders während der Rauhnächte-Zeit nach und begleitet uns durch das neue Jahr.

Die metaphysische Bedeutung: Reset der Urkräfte

Die Venus Mars Konjunktion 2026 markiert einen tiefen spirituellen Wendepunkt. In der spirituellen Astrologie gilt das „Abtauchen“ eines Planeten hinter der Sonne als eine Art Wiedergeburt, als Reset seiner Energie. Die Sonne wirkt wie ein kosmisches Reinigungsfeuer, das die planetarischen Kräfte transformiert und erneuert. Wenn nun sowohl Venus als auch Mars diesen Prozess nahezu gleichzeitig durchlaufen, bedeutet dies nichts Geringeres als einen simultanen Reset der weiblichen und der männlichen Urkraft.

Doch es ist nicht nur die Gleichzeitigkeit, die dieses Ereignis so bedeutsam macht. Es ist die Art und Weise, wie sich dieser Reset vollzieht.

Der heilige Seitenwechsel

Venus, die Trägerin der weiblichen Urkraft, verlässt die rechts von der Sonne gelegene Position. Diese Seite wird traditionell mit männlicher, nach außen gerichteter Energie assoziiert. Sie „durchwandert“ (scheinbar) das Sonnenfeuer und erscheint auf der linken Seite wieder, der Seite, die der empfangenden, intuitiven, weiblichen Kraft, dem Yin, entspricht. Venus kehrt also sozusagen nach Hause zurück, in ihre ureigene Qualität.

Mars hingegen vollzieht die entgegengesetzte Bewegung. Er verlässt die linke, weiblich geprägte Seite und nimmt seinen Platz auf der rechten Sonnenseite ein, dort, wo die aktive, nach außen gerichtete, männliche Kraft, Yang, ihren natürlichen Ausdruck findet.

Was hier geschieht, ist mehr als nur ein astronomisches Schauspiel: Es ist eine kosmische Neuordnung der polaren Kräfte und eine Rückkehr zu heiliger Balance.

Die heilige Polarität und das Yin-Prinzip neu verstanden

In unserer Zeit wird Polarität oft missverstanden oder sogar abgelehnt. Zu oft wurde sie missbraucht, um Hierarchien zu rechtfertigen oder Geschlechterrollen zu zementieren. Doch wenn wir Polarität im Sinne der Heilen Matrix verstehen, erkennen wir ihre wahre Natur: Sie ist ein heiles kosmisches Urprinzip, das gelebt und gefeiert werden will.

Die heilige Polarität ist keine Wertung. Sie sagt nicht „männlich ist besser“ oder „weiblich ist schwächer“. Sie ist vielmehr der schöpferische Tanz zweier gleichwertiger, sich ergänzender Kräfte. Wie die beiden Pole eines Magneten oder wie Plus und Minus in einem elektrischen Stromkreis: Beide sind notwendig, damit Energie fließen und Leben entstehen kann.

Diese Erkenntnis steht im Zentrum des Yin-Prinzips: Yin und Yang sind keine Gegensätze, die gegeneinander kämpfen, sondern zwei Seiten derselben Kraft, die sich gegenseitig bedingen und nähren. In der Yin-Akademie vermitteln wir, wie dieses Verständnis dein Leben transformieren kann, privat wie beruflich.

Jede Bewertung der Polarität würde dieses heile kosmische Urprinzip stören und seine schöpferische Kraft schwächen.

Was die Venus Mars Konjunktion 2026 für uns bedeutet

Der Planeten-Shift vom Januar 2026 lädt uns ein, unsere eigene innere Polarität neu zu betrachten und zu heilen. Die Venus Mars Konjunktion 2026 ist eine Einladung zur Ganzwerdung.

  • Wie oft haben wir als Frauen versucht, auf der „männlichen“ Seite zu agieren, weil uns suggeriert wurde, dass nur dort Erfolg, Anerkennung und Macht zu finden sind?
  • Wie oft haben wir unsere weibliche Urkraft verleugnet, weil sie uns als zu weich, zu emotional oder zu wenig durchsetzungsfähig erschien?

Dieser kosmische Reset schenkt uns die Möglichkeit, Venus und unsere weibliche Essenz wieder auf ihrer wahren Seite zu verankern. Gleichzeitig dürfen wir dem Mars in uns erlauben, seine gesunde männliche Kraft auf weibliche Weise  zu entfalten.

Es geht nicht darum, entweder-oder zu sein. Wir tragen beide Kräfte in uns. Doch wenn jede Kraft ihren rechtmäßigen Platz einnehmen darf, entsteht jene Harmonie und Ganzheit, die wir so sehr ersehnen.

Wie wir diese Energie nutzen können: Praktische Impulse für deinen Alltag

Die Tage um den 6. bis 10. Januar 2026 sind besonders kraftvoll für innere Arbeit. Doch die Wirkung dieses kosmischen Resets erstreckt sich über Wochen und Monate, sogar Jahre hinweg. Sie will integriert und gelebt werden.

Für die Heilung deiner weiblichen Kraft

Nimm dir Zeit, um zu spüren, wo du deine weibliche Essenz noch verleugnest oder unterdrückst.

  • Wo versuchst du, männlicher zu sein, als es deiner Natur entspricht?
  • Wo darfst du wieder empfangender, intuitiver und zyklischer werden?

Für die Integration gesunder männlicher Energie

Erkunde auch deine innere männliche Kraft. Nicht die aggressive, dominierende Form, sondern die klare, strukturierende, beschützende Qualität.

  • Wo darfst du mehr Klarheit leben?
  • Wo darf deine Kraft sich zeigen, ohne verletzend zu sein?

Für deine Beziehungen

Ob in Partnerschaft, Familie oder im beruflichen Kontext: Dieser Shift lädt ein, Polarität als schöpferisches Prinzip zu begrüßen, statt sie zu bekämpfen oder zu vermeiden.

Die Venus Mars Konjunktion 2026 bewusst nutzen und integrieren

Um diese kraftvollen Zeitqualitäten nicht nur im Januar, sondern durchs ganze Jahr 2026 bewusst zu nutzen, bieten sich verschiedene Formen der kontinuierlichen Begleitung an:

Cosmic Yin Moments: Wöchentliche Impulse zur Zeitqualität

Mit den Cosmic Yin Moments erhältst du jede Woche intuitive Impulse zur astrologischen Zeitqualität direkt auf dein Handy. Du erfährst, welche planetaren Energien gerade wirken und wie du sie auf weibliche Weise empfangen und für deinen Weg nutzen kannst. Statt den Energien hinterherzulaufen, lernst du, aus deinem Inneren heraus zu entscheiden, wann der richtige Moment für Bewegung, Stille, Wandel oder Rückzug ist.

Cosmic Circle: Gemeinsam durch die Zeitqualitäten

Im Cosmic Circle treffen wir uns regelmäßig online, um die großen astrologischen Ereignisse gemeinsam zu erleben und zu verstehen. Hier vertiefen wir die Bedeutung von Planetenkonstellationen wie der Venus Mars Konjunktion 2026 und integrieren sie bewusst in unser Leben. Die Kraft der Gemeinschaft trägt und verstärkt die individuelle Transformation.

So wird der Planeten-Shift vom Januar 2026 nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern der Beginn eines bewussten Weges durch das gesamte Jahr. Getragen von den kosmischen Rhythmen und deiner wiedererwachten weiblichen Kraft.

Ein Geschenk für unsere Zeit und eine Einladung

In einer Epoche, in der so vieles aus dem Gleichgewicht geraten ist, schenkt uns der Kosmos diese seltene Konstellation. Sie erinnert uns daran, dass wahre Kraft nicht in der Dominanz des einen über das andere liegt, sondern in der heiligen Balance beider Pole.

Wenn Venus und Mars ihre kosmische Reise um die Sonne vollenden und auf ihren wahren Plätzen wieder erscheinen, dürfen auch wir uns neu ausrichten. Wir dürfen uns erlauben, ganz Frau zu sein, mit all unserer weiblichen Kraft, Intuition und Schönheit. Und wir dürfen gleichzeitig die gesunde männliche Kraft auf weibliche Weise in uns integrieren, die uns Struktur, Klarheit und Durchsetzungsvermögen schenkt.

Die heilige Polarität will wieder vollständig erblühen. Die Venus Mars Konjunktion 2026 ist ihre kosmische Ankündigung. Ein Jahrhundertereignis, das uns einlädt, Teil dieser Erneuerung zu werden.

Weiterlesen und vertiefen

Dieser kosmische Reset wirkt besonders kraftvoll, wenn du ihn bewusst mit der Rauhnächte-Zeit verbindest. Die Tage zwischen den Jahren und die ersten Januartage bilden eine energetische Einheit, die dir hilft, die neuen Impulse tief in deinem Leben zu verankern.

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Mögest du die Kraft dieses kosmischen Moments für deine eigene Heilung und Ganzwerdung nutzen.

Über die Autorin: Daniela Hutter ist Pionierin des Yin-Prinzips im deutschsprachigen Raum, Autorin und Gründerin der Yin-Akademie. Seit über 20 Jahren begleitet sie Frauen auf ihrem Weg zu authentischer weiblicher Kraft und einem Leben im Einklang mit den kosmischen Rhythmen.

Du hast Fragen zu den Rauhnächten 2025/26? Das ist völlig normal. Die Zeit zwischen dem 21. Dezember 2025 und dem 6. Januar 2026 kann viele Fragen aufwerfen, besonders wenn du zum ersten Mal bewusst durch diese besondere Schwellenzeit gehen möchtest. Ich habe in meiner Community Fragen gesammelt und viel mehr bekommen, als ich dachte. Und nun beantworte ichsie  in diesem umfassenden FAQ Artikel alle  Fragen, und ein paar mehr, die mir in über 20 Jahren Rauhnächte Begleitung immer wieder gestellt werden. Von den Grundlagen über praktische Gestaltung bis zu typischen Bedenken findest du hier alles, was du wissen musst.

Grundlagen der Rauhnächte

Wann sind die Rauhnächte 2025/26 genau?

Die Rauhnächte 2025/26 beginnen am 21. Dezember 2025 mit der Wintersonnenwende und enden am 6. Januar 2026 mit dem Dreikönigstag. Es sind insgesamt zwölf Nächte zwischen den Jahren, die als besondere Schwellenzeit gelten.
Diese Daten bleiben jedes Jahr gleich, da sie sich an festen christlichen und astronomischen Ereignissen orientieren: der Wintersonnenwende (kürzester Tag des Jahres) und dem Dreikönigstag (Abschluss der Weihnachtszeit).

Was bedeutet „Rauhnächte“ eigentlich?

Der Begriff „Rauhnächte“ hat mehrere mögliche Ursprünge, und ich finde beide Deutungen faszinierend.
Die wahrscheinlichste Herleitung kommt vom mittelhochdeutschen Wort „rûch“, was „haarig“ oder „wild“ bedeutet. Es bezieht sich auf die raue, wilde Zeit des Winters und die Vorstellung, dass in diesen Nächten wilde Geister unterwegs seien.

Eine andere Deutung, die ich besonders passend finde, führt das Wort auf „Rauch“ zurück. In dieser Zeit wurde traditionell viel geräuchert, um Haus und Hof zu reinigen und zu schützen. Meine Großmutter hat das jedes Jahr gemacht, und ich führe diese Tradition bis heute fort.

Im Volksglauben galten die Rauhnächte als Zeit, in der die normale Ordnung außer Kraft gesetzt war. Eine Zeit zwischen den Welten, zwischen dem Alten und dem Neuen. Genau diese Qualität spüre ich jedes Jahr aufs Neue.

Warum heißen sie „Nächte“, wenn auch der Tag zählt?

Das ist eine Frage, die mir sehr oft gestellt wird, und ich verstehe die Verwirrung total.

Der Begriff „Nächte“ kann zunächst irreführend sein, denn in den Rauhnächten zählt tatsächlich der gesamte 24 Stunden Tag.
In alten Zeiten wurden die „dunklen Tage des Jahres“ insgesamt als Nächte bezeichnet. Die Winterzeit war die Zeit der langen Dunkelheit, und deshalb sprach man von „Nächten“, auch wenn der Tag gemeint war.

Was das praktisch für dich bedeutet: Alles, was während dieser 24 Stunden geschieht, kann bedeutsam sein. Nicht nur, was du nachts träumst, sondern auch:

  • Was dir tagsüber begegnet
  • Welche Menschen du triffst
  • Was dir auffällt
  • Welche Gedanken kommen
  • Welche Ereignisse sich zeigen

Ich selbst achte während der Rauhnächte auf beides: meine Träume in der Nacht UND die Zeichen und Begegnungen während des Tages. Oft sind gerade die Tagesereignisse überraschend aussagekräftig.

Sind Rauhnächte und Raunächte dasselbe?

Ja, beides bezeichnet dieselbe Tradition. Ich selbst verwende meist „Rauhnächte“, weil das die gebräuchlichere Schreibweise ist. Aber in meiner Tiroler Heimat sagen viele auch „Raunächte“, besonders die älteren Generationen.

Weitere Namen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe:
• Zwölfnächte
• Unternächte
• Glöckelnächte (besonders in Bayern)
• Innernächte (in der Schweiz)
• Die heiligen Nächte

All diese Begriffe meinen die zwölf Nächte zwischen Wintersonnenwende und Dreikönigstag.

Woher kommt die Tradition der Rauhnächte?

Die Rauhnächte haben ihre Wurzeln in vorchristlichen, keltischen und germanischen Traditionen. Sie entstanden aus der Beobachtung, dass das Mondjahr (354 Tage) und das Sonnenjahr (365 Tage) eine Differenz von elf bis zwölf Tagen aufweisen.
Diese „überzähligen“ Tage galten als Zeit außerhalb der normalen Ordnung. Eine Schwellenzeit, in der andere Gesetze galten. Die Kelten glaubten, dass in dieser Zeit die Schleier zwischen den Welten besonders dünn seien.

Mit der Christianisierung wurden viele dieser Bräuche in den christlichen Kalender integriert. Die Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig behielt ihre besondere Bedeutung, bekam aber christliche Interpretationen.

Meine persönliche Verbindung zu dieser Tradition: In Tirol, wo ich aufgewachsen bin, wurde diese Tradition von Generation zu Generation weitergegeben. Meine Großmutter hat mir die Rauhnächte nicht als esoterischen Trend beigebracht, sondern als gelebte Praxis unserer Vorfahren. Sie hat mir gezeigt, wie man räuchert, welche Zeichen wichtig sind, und vor allem: wie man still wird und hinhört. Diese Weisheit gebe ich heute an die Frauen weiter, die ich durch die Rauhnächte begleite.

Warum sind es genau zwölf Nächte?

Die zwölf Nächte entsprechen der Differenz zwischen Mond und Sonnenjahr. Das Mondjahr hat 354 Tage, das Sonnenjahr 365 Tage. Die Differenz von etwa elf bis zwölf Tagen musste „aufgeholt“ werden, um die beiden Kalender in Einklang zu bringen.
Hier wird es besonders interessant: Jeder einzelne der zwölf Tage bzw. Nächte korrespondiert mit einem Mondmonat des kommenden Jahres. Nicht mit den Kalendermonaten, sondern mit den zwölf oder dreizehn Mondmonaten, die ein Jahr hat.

Ich selbst arbeite viel mit den Mondzyklen, und diese Zuordnung fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Was sich an einem bestimmten Tag der Rauhnächte zeigt, kann tatsächlich ein Hinweis auf die Qualität des entsprechenden Mondmonats sein. Ich habe das in den letzten 20 Jahren immer wieder beobachtet, bei mir selbst und bei den Frauen, die ich begleite.

Da wir im Alltag nach dem Sonnenkalender leben, aber die Natur und viele spirituelle Traditionen nach dem Mondkalender funktionieren, bilden die Rauhnächte eine wunderbare Brücke zwischen beiden Systemen.

Praktische Fragen zur Gestaltung

Muss ich alle zwölf Nächte mitmachen?

Nein, absolut nicht. Man „muß“ gar nichts. Und ich sage dir das aus eigener Erfahrung: Es gibt Jahre, da gestalte ich alle zwölf Nächte sehr bewusst. Und es gibt Jahre, da fällt auch schon mal ein Tag raus. (#Lebeneben)
Du kannst auch nur einzelne Nächte bewusst gestalten oder nur bestimmte Aspekte der Rauhnächte für dich nutzen. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“ bei den Rauhnächten 2025/26.

Was wirklich zählt, ist deine Präsenz in den Momenten, die du dir nimmst. Lieber drei Nächte mit voller Aufmerksamkeit als zwölf Nächte, durch die du dich durchquälst.

Die meisten Frauen in meinen Begleitungen gestalten alle zwölf Nächte bewusst. Wenn aber zum Beispiel „nur“ das Räuchern-Gehen zelebrieren möchte, geht man an den wichtigsten Nächte: Wintersonnenwende, Heiligabend, Silvester, Dreikönig.

Was mache ich, wenn ich eine Nacht verpasse?

Gar nichts. Und ich meine das ernst. Ich sage immer: Die Rauhnächte 2025 sind keine Doktorarbeit und keine Prüfung, die du bestehen musst. Ich selbst habe schon Nächte verpasst. Das Leben passiert. Kinder werden krank, unerwartete Dinge kommen dazwischen, manchmal war ich einfach zu müde .. oder mit Feiern abgelenkt. #augenzwinker.

Wenn du eine Nacht verpasst, kannst du:

  • Am nächsten Tag einfach weitermachen
  • Die verpasste Nacht am nächsten Morgen in Ruhe nachholen
  • Bewusst wahrnehmen, dass du nicht dabei warst, und das auch okay sein lassen
  • Dir selbst verzeihen und nicht aufgeben

Perfektion ist nicht das Ziel. Präsenz ist das Ziel.
Und Präsenz bedeutet auch, ehrlich mit dir zu sein, wenn etwas gerade nicht möglich ist.

Wie viel Zeit brauche ich pro Tag für die Rauhnächte?

Das entscheidest du allein, und ich möchte dir hier wirklich den Druck nehmen. Die Rauhnächte 2025/26 haben kein vorgeschriebenes Zeitpensum. Aus meiner eigenen Praxis kann ich sagen:

  • 10 Minuten: Manchmal nehme ich mir morgens nur zehn Minuten, setze mich ans Fenster, zünde eine Kerze an und bin einfach still und lausche nach Innen.
  • 30 Minuten: Öfter habe ich etwa eine halbe Stunde für ein Ritual, etwas Journaling oder eine Meditation.
  • 1 Stunde: An besonderen Tagen wie der Wintersonnenwende nehme ich mir mehr Zeit für ausführlichere Reflexion.

Mein wichtigster Tipp aus 20 Jahren Praxis: Lass jegliche Erwartungshaltung los und fang klein an. Lieber jeden Tag zehn Minuten, die du wirklich da bist. Die Zeit spielt keine Rolle. Deine Qualität der Präsenz spielt die Rolle.

Kann ich die Rauhnächte mit Familie und Kindern gestalten?

Auf jeden Fall! Ich habe selbst erlebt, wie bereichernd es sein kann, Elemente der Rauhnächte mit der Familie zu teilen.
Die Rauhnächte waren traditionell eine Familienzeit, und das hat einen guten Grund.

Was ich selbst mit Familie gemacht habe oder was Frauen aus meinen Begleitungen berichten:

  • Gemeinsam Geschichten über die Rauhnächte erzählen
  • Zusammen räuchern (natürlich kindersicher)
  • Kerzen anzünden und bewusste ruhige Momente schaffen
  • Wünsche für das neue Jahr aufschreiben
  • Gemeinsam spazieren gehen und die Winterlandschaft bewusst wahrnehmen
  • Einfache Rituale gestalten, die auch Kinder verstehen z.B. ein Visionboard zu kleben (ab 1. Jänner dann)

Gleichzeitig ist es mir wichtig zu sagen: Du darfst dir auch Zeiten nur für dich nehmen. Ich habe oft früh am Morgen praktiziert, bevor alle wach wurden, oder spät am Abend, wenn Ruhe eingekehrt war.
Beides ist wichtig: Gemeinschaft UND Zeit für dich allein.

Brauche ich spezielle Gegenstände für die Rauhnächte?

Nein. Und das sage ich aus tiefster Überzeugung. Ein Notizbuch und ein Stift reichen völlig aus.
Meine Großmutter hatte keine aufwändigen esoterischen Utensilien. Sie hatte Kräuter aus dem Garten, Kerzen und ihre Aufmerksamkeit. Das war genug.

Was ich selbst verwende (aber du „brauchst“ es nicht):

  • Heimische Kräuter zum Räuchern (manchmal sammle ich sie selbst)
  • Kerzen (ganz normale, nichts Besonderes)
  • Mein Rauhnächte Journal
  • Mein Kartendeck (du kannst es auch online nützen)
  • Eine Decke, in die ich mich gerne einwickle
  • Einen Platz am Fenster, wo ich gerne sitze (mit Blick auf den Wilden Kaiser)

Was du definitiv nicht brauchst:

  • Teure esoterische Utensilien
  • Aufwendige Altäre
  • Goldene Sterne und Dekoration #lach
  • Besondere Kleidung #lach
  • Kristalle und Heilsteine (außer sie sprechen dich persönlich an)

Die Rauhnächte 2025 funktionieren auch mit dem, was du hast. Sie brauchen keine Ausstattung, sie brauchen deine Bereitschaft, hinzufühlen, hinzulauschen.

Zu welcher Tageszeit sollte ich die Rauhnächte praktizieren?

Auch wenn man „Nächte“ formuliert , es zählt der gesamte 24 Stunden Tag.

Aus meiner persönlichen Praxis:

  • Abends vor dem Schlafengehen ist für mich oft die beste Zeit. Ich setze mich hin, lasse den Tag Revue passieren, schreibe auf, was mir aufgefallen ist.
  • Früh am Morgen direkt nach dem Aufwachen, wenn noch alles still ist. Manchmal sind das meine wertvollsten Momente.
    Nachts, wenn ich wach werde. In der Stille der Nacht zeigt sich manchmal etwas ganz Besonderes.

Es gibt keine feste Regel. Finde heraus, wann du am präsentesten bist. Ich kenne Frauen, die sind abends erschöpft und nehmen sich lieber morgens Zeit. Andere kommen erst nachts zur Ruhe.
Die Rauhnächte passen sich dir an, nicht umgekehrt.

Spirituelle Aspekte

Muss ich spirituell oder religiös sein für die Rauhnächte?

Nein. Und das ist mir wichtig zu betonen, weil ich selbst einen sehr pragmatischen Zugang zur Spiritualität habe.
Du kannst die Rauhnächte 2025/26 gestalten als:

  • Spirituelle Praxis mit Ritualen, Räuchern, Orakeln (so wie ich es mache)
  • Psychologische Reflexionszeit für Jahresrückschau und Ausblick
  • Bewusste Pause vom Alltag ohne jede spirituelle Komponente
  • Einfach nur Zeit für dich ohne bestimmtes Ziel

Ich habe in meinen Begleitungen Frauen aus allen möglichen Hintergründen: tief spirituelle Frauen, Skeptikerinnen, religiöse Frauen, atheistische Frauen. Alle finden ihren Weg mit den Rauhnächten.Die Rauhnächte funktionieren auch ohne Glaubenssystem. Sie sind das, was du aus ihnen machst.

Sind die Rauhnächte esoterisch?

Die Rauhnächte sind eine alte Volkstradition, die heute teilweise esoterisch interpretiert wird. Aber an ihrem Kern sind sie bodenständig.
Meine Großmutter war nicht esoterisch. Sie war eine pragmatische Tirolerin, die das gemacht hat, was ihre Mutter ihr gezeigt hatte. Sie hat geräuchert, weil das halt so gemacht wurde. Sie hat auf Zeichen geachtet, weil das zur Tradition gehörte.

Heute: Ja, manche Menschen gestalten die Rauhnächte sehr spirituell und mystisch. Ich selbst tue das auch, weil das zu mir passt. Andere nutzen sie einfach als bewusste Reflexionszeit. Beides ist legitim.
Du entscheidest, wie du die Rauhnächte gestaltest. Sie können bodenständig und praktisch sein (wie bei meiner Großmutter) oder spirituell und mystisch (wie bei mir heute). Du hast die Wahl.

Kann ich in den Rauhnächten wirklich in die Zukunft schauen?

Das ist eine Frage, die ich mir selbst oft gestellt habe, und meine Antwort hat sich über die Jahre entwickelt.
Die Rauhnächte 2025 bieten einen Raum für Intuition und innere Klarheit. Was ich in über 20 Jahren beobachtet habe: Es geht weniger um Hellseherei als um bewusstes Hinspüren.

Was ich erlebe:

  • Wenn ich still werde, zeigen sich Muster
  • Themen, die immer wieder auftauchen, sind oft wichtig für das kommende Jahr
  • Träume in den Rauhnächten haben manchmal eine besondere Qualität
  • Begegnungen und Ereignisse während der Tage können symbolisch sein

Aber „in die Zukunft schauen“? Ich würde eher sagen: Die Rauhnächte helfen dir, Tendenzen zu erkennen. Du siehst, wohin du dich entwickelst, wenn du so weitermachst wie bisher. Du spürst, was sich entwickeln WILL.
Das ist keine Magie im Sinne von „Ich weiß jetzt, was am 15. März passiert“. Es ist Selbsterkenntnis. Und die ist oft treffender als jede Wahrsagerei.

Was ist mit den „dünnen Schleiern zwischen den Welten“?

Das ist eine poetische Umschreibung für etwas, das ich tatsächlich spüre, aber anders beschreiben würde als früher.
Was ich erlebe: Die Zeit zwischen den Jahren fühlt sich anders an. Stiller. Offener. Es ist, als ob der normale Lärm des Alltags leiser wird und ich leichter Zugang zu meiner Intuition und meinem Unterbewusstsein habe.

Traditionell glaubte man, dass in den Rauhnächten die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits durchlässiger ist. Dass die Seelen der Verstorbenen näher sind. Meine Großmutter hat das so gesehen.
Ich heute: Ich merke, dass ich in den Rauhnächten empfänglicher bin für innere Bilder, Träume und Ahnungen. Ob das „dünne Schleier“ sind oder einfach die Tatsache, dass ich mir endlich mal Ruhe gönne und zuhören kann, kann ich nicht sagen.
Vielleicht ist beides wahr.

Du musst nicht an Geister glauben, um diese Qualität zu spüren. Es reicht, wenn du merkst: Diese Zeit fühlt sich anders an.

Welche Rolle spielt die Astrologie in den Rauhnächten?

Ich arbeite viel mit Astrologie, und für mich ist sie ein wichtiger Teil meiner Rauhnächte Praxis. Aber sie ist kein Muss.
Die Wintersonnenwende am 21. Dezember ist ein astronomisches Ereignis: Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Ab diesem Punkt werden die Tage wieder länger, das Licht kehrt zurück. Das allein hat schon eine starke Symbolik.
Astrologisch beginnt mit der Wintersonnenwende der Steinbock Zyklus. Steinbock Energie steht für Struktur, Verantwortung, Klarheit und das Wesentliche. Das passt perfekt zur Qualität der Rauhnächte.

In meiner Cosmic Moments Begleitung in der Yin App arbeite ich genau mit diesen astrologischen Qualitäten. Während der Rauhnächte 2025/26 bewegen sich die Planeten weiter, und jeder RauhnachtsTag hat seine eigene astrologische Färbung.

Aber: Du musst nichts von Astrologie verstehen, um die Rauhnächte zu gestalten. Es ist ein zusätzlicher Layer, der die Praxis vertiefen kann, aber kein Muss.

Häufige Bedenken und Ängste

Was, wenn schwierige Gefühle hochkommen?

Das kann passieren. Und ich spreche aus Erfahrung, sowohl meiner eigenen als auch der von hunderten Frauen, die ich begleitet habe.
Innenschau kann konfrontierend sein. Wenn du die Rauhnächte 2025 bewusst gestaltest, kann es sein, dass:

  • Trauer über Vergangenes hochkommt
  • Enttäuschungen sichtbar werden
  • Unverarbeitetes an die Oberfläche drängt
  • Schwierige Erkenntnisse auftauchen

Ich selbst habe das erlebt. Es gab Jahre, in denen die Rauhnächte emotional sehr herausfordernd waren. Wo ich Dinge erkannt habe, die ich lieber nicht gesehen hätte.
Aber weißt du was? Genau diese Jahre haben mich am meisten weitergebracht.

Was ich dir rate:

  • Du musst nicht alles auf einmal anschauen und während der Rauhnachtszeit zweimal nicht. Es ist keine „Heilungs-Zeit“.
  • Geh behutsam mit dir um.
  • Wenn es zu viel wird, mach eine Pause.
  • Hol dir Unterstützung (das ist keine Schwäche!).
  • Sei liebevoll mit dir selbst.

In meiner Begleitung fange ich Frauen auf, wenn schwierige Gefühle hochkommen. Das gehört zu meiner Arbeit dazu. Du musst das nicht alleine durchstehen.

Ich habe letztes Jahr nicht durchgehalten. Soll ich es trotzdem wieder versuchen?

Ja, unbedingt. Und ich sage dir warum: Ich kenne so viele Frauen (mich eingeschlossen), die beim ersten Mal überfordert waren und beim zweiten Mal ihren Weg gefunden haben.

Was du anders machen kannst:

  • Weniger Druck auf dich selbst ausüben (das ist das Wichtigste!)
  • Kleinere, realistischere Ziele setzen
  • Eine Begleitung suchen, die dich unterstützt (zum Beispiel meine #Augenzwinker)
  • Akzeptieren, dass manche Tage einfach nicht passen
  • Dich selbst nicht verurteilen, wenn du aussetzt

Ich sage den Frauen in meinen Begleitungen immer: Die Rauhnächte 2025/26 sind nicht dazu da, um sie „durchzuhalten“. Sie sind ein Angebot, keine Verpflichtung.

Letztes Jahr hast du etwas gelernt: Was für dich nicht funktioniert. Das ist wertvoll. Dieses Jahr kannst du es anders machen.

Ich bin skeptisch. Funktioniert das trotzdem?

Skepsis ist völlig okay. Ich schätze skeptische Frauen sogar besonders, weil sie ehrlich sind.
Ich selbst bin keine, die einfach alles glaubt. Ich hinterfrage und ich prüfe in all meinen Erlebensbereichen. Und ich praktiziere die Rauhnächte seit Jahrzehnten, weil sie für mich „funktionieren“.

Mein Vorschlag an dich:

  • Betrachte es als Experiment
  • Probiere es aus
  • Schau, was passiert
  • Ohne Erwartungsdruck
  • Mit offenem, aber kritischem Blick

Viele skeptische Frauen in meinen Begleitungen haben überraschende Erkenntnisse gewonnen. Nicht weil Magie passiert ist, sondern weil sie sich endlich mal Zeit für sich und ihre Tiefe genommen haben.
Die Rauhnächte 2025 wirken nicht durch daran-glauben.

Was, wenn meine Familie das nicht versteht?

Das kenne ich auch. #Augenzwinker. Und ich sage dir: Du brauchst keine Erlaubnis für die Rauhnächte.
Ich selbst hatte Zeiten, in denen mein Umfeld nicht verstanden hat, was ich da mache. „Du sitzt einfach nur da?“ „Du schreibst auf, was du geträumt hast?“ Ja, genau das tue ich.

Was du brauchst:

  • Raum für dich
  • Eine Zeit, in der du ungestört bist
  • Die Erlaubnis von dir selbst

Das kann sein:

  • Die halbe Stunde, wenn alle anderen schlafen
  • Der frühe Morgen (ich bin oft um 5 Uhr aufgestanden)
  • Am Abend ein paar Minuten, an denen du für dich bist

Du musst niemandem erklären, was du tust. Du darfst es für dich behalten. Die Rauhnächte sind deine Zeit.

Ich habe Angst, dass wieder Schweres hochkommt

Diese Angst verstehe ich so gut.Wenn du in der Vergangenheit schwierige Erfahrungen mit Innenschau gemacht hast, ist es völlig normal, dass du zögerst.

Was ich dir aus meiner Erfahrung sagen kann:

  • Du hast letztlich schon die Kontrolle darüber, wie tief du gehst
  • Du musst nicht alles auf einmal anschauen
  • Du darfst jederzeit aufhören
  • Du darfst dir Unterstützung holen

Und hier kommt das Wichtigste: Das Schwere ist eh da. Es ist nicht weg, nur weil du nicht hinschaust. Die Frage ist: Willst du es weiter vor dir herschieben oder ihm mal in einem geschützten Rahmen begegnen?

Die Rauhnächte 2025/26 können ein sicherer Raum für deine Themen sein. Ich selbst habe in den Rauhnächten Themen wahrgenommen, die ich sonst vor mir hergeschoben hätte. Und es war heilsam, weil ich mir die Zeit dafür genommen habe. Aber es geht auch nicht um“Heilung“ während der Rauhnächte, ausschließlich um wahr nehmen.

In meiner Begleitung achte ich sehr darauf, dass Frauen nicht überfordert werden. Das ist mir wichtig.

Was, wenn ich dann was ändern muss?

Ah, die größte Angst von allen. #Augenzwinker. Auch das kenne ich. Aber am Ende ist genau das der wunderbare Prozess im Leben.
Erkenntnis führt zu Verantwortung. Wenn du erkennst, was nicht mehr passt, musst du vielleicht was tun. Vielleicht musst du ein Gespräch führen, das unangenehm ist. Vielleicht musst du eine Entscheidung treffen, die du aufgeschoben hast.

Aber auch hier ist die Wahrheit: Du MUSST gar nichts.

Die Rauhnächte zeigen dir nur, was ist. Was du damit machst, entscheidest immer noch du.
Ich hatte Jahre, in denen ich in den Rauhnächten etwas erkannt habe, aber erst Monate später bereit war zu handeln. Manchmal ist das Sehen allein schon heilsam. Du musst nicht sofort handeln.
Und dann, wenn du bereit bist, kannst du kleine Schritte gehen. Oder auch nicht. Das liegt bei dir.

Rituale und Praktiken

Muss ich räuchern in den Rauhnächten?

Nein. Aber ich liebe das Räuchern, und ich möchte dir erzählen, warum.
Räuchern ist eine traditionelle Praxis, die ich von meiner Großmutter gelernt habe. Sie ist durchs Haus gegangen mit ihrer Räucherpfanne, hat in jede Ecke geschaut, hat Gebete gemurmelt (oder Sprüche, ich bin mir nie ganz sicher gewesen, was genau). Es war ein schönes Ritual.
Ich selbst räuchere bis heute in den Rauhnächten. Meist mit heimischen Kräutern: Salbei aus dem Garten, Wacholderbeeren, manchmal Tannenharz.
Aber: Wenn du Rauch nicht magst oder nicht kannst (Rauchmelder, Kinder, Haustiere, Asthma), gibt es viele andere Wege, die Rauhnächte 2025 zu gestalten.

Was ich alternativ empfehle:

  • Ätherische Öle in der Duftlampe (ich liebe Weißtanne)
  • Kerzen anzünden (für mich das Wichtigste)
  • Frische Tannenzweige aufhängen
  • Bewusstes Lüften mit einer Absicht
  • Visualisierungen von reinigender Energie

Das Räuchern ist ein Werkzeug. Ein schönes Ritual. Aber nicht das Zentrum der Rauhnächte.

Welche Rituale sind sinnvoll für die Rauhnächte?

Sinnvoll ist, was sich für dich stimmig anfühlt. Und das kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein.

Was ich selbst mache:
Journaling:

  • Jeden Abend schreibe ich auf, was mir aufgefallen ist
  • Ich beantworte Fragen an mich selbst
  • Ich schreibe meine Träume auf
  • Ich notiere Begegnungen und Gedanken

Stille:

  • Ich sitze am Fenster und schaue hinaus (auf den Wilden Kaiser #grins)
  • Ich zünde eine Kerze an und schaue in die Flamme.
  • Ich meditiere (nicht immer lang, manchmal nur Minuten)

Natur:

  • Ich gehe spazieren, auch wenn es kalt ist
  • Ich sammle manchmal Zweige oder Steine
  • Ich beobachte den Himmel

Symbolische Handlungen:

  • Ich räuchere (wie gesagt, ich liebe es)
  • Ich zünde ein Feuer im Garten an
  • Ich ziehe manchmal Orakelkarten
  • Ich schreibe auf, was gehen darf, und verbrenne es

Aber: Das sind MEINE Rituale. Deine können ganz anders aussehen. Finde heraus, was zu dir passt.

Gibt es Dinge, die man in den Rauhnächten nicht tun sollte?

Traditionell gab es viele „Verbote“ (oder Aberglauben), die meine Großmutter zum Teil sehr ernst genommen hat:

  • Keine Wäsche waschen (die wilden Geister könnten sich darin verfangen)
  • Nicht zwischen den Jahren fegen (du fegest das Glück hinaus)
  • Keine Nadeln und Näharbeiten (du nähst den Tieren die Augen zu)
  • Nicht laut sein (die Geister nicht stören)
  • u.a.m.

Ich selbst halte mich nicht streng an diese Regeln. Aber ich verstehe ihre symbolische Botschaft: Lass die Hektik draußen. Nimm dir Ruhe.

Was ich in den Rauhnächten 2025 wirklich vermeiden würde:

  • Dich überfordern (das Wichtigste!)
  • Dir zu viel vornehmen
  • Dich unter Druck setzen
  • Die Zeit mit Stress und Arbeit vollpacken
  • Dich verurteilen, wenn du nicht „perfekt“ praktizierst

Die Rauhnächte sind keine Zeit für Geschäftigkeit. Sie sind eine Zeit für Sein. Das ist die eigentliche Regel.

Was hat es mit den „12 Wünschen“ auf sich?

Ah, die 12 Wünsche. Darüber werde ich oft gefragt, und ich möchte ehrlich mit dir sein.
Ich nenne es „Spielen für Erwachsene“, aber es ist bestimmt keine traditionelle Rauhnächte Praxis aus dem Brauchtum. Meine Großmutter hat das nicht gemacht. Das ist eine moderne Erfindung, die in den letzten Jahren populär geworden ist.

Der Ablauf:

  • Du schreibst 12 Wünsche auf 12 Zettel
  • Du faltest sie zusammen
  • Jeden Tag bzw. jede Nacht der Rauhnächte 2025/26 ziehst du blind einen Zettel
  • Diesen Wunsch verbrennst du
  • Die Wünsche, die übrig bleiben, sollen sich erfüllen

Die Symbolik: Die verbrannten Wünsche gibst du ab ans Universum. Was übrig bleibt, ist für dich bestimmt.
Meine ehrliche Meinung: Wenn es dir Freude macht, sprich nichts dagegen. Es kann sogar spannend sein. Aber erwarte keine Wunder und verwechsle es nicht mit echter Rauhnächte Tradition.
Ich selbst mache es nicht. Ich finde andere Praktiken kraftvoller. Aber das ist meine persönliche Präferenz.

Wie arbeite ich mit Träumen in den Rauhnächten?

Träume in den Rauhnächten sind für mich persönlich ein sehr wichtiger Aspekte.

Was ich mache:

  • Ich lege Notizbuch und Stift neben mein Bett (wichtig: innerhalb greifbarer Reichweite!)
  • Ich schreibe morgens sofort auf, was ich geträumt habe
  • Noch im Bett, noch bevor ich aufstehe
  • Auch wenn es nur Bruchstücke sind
  • Auch wenn es keinen Sinn ergibt
  • Ohne zu bewerten oder zu interpretieren

Später am Tag:

  • Ich lese meine Träume nochmal
  • Ich schaue, was mich berührt
  • Welche Gefühle sind da?
  • Gibt es wiederkehrende Symbole?

Ich deute Träume nicht sofort. Manchmal zeigt sich die Bedeutung erst Wochen oder Monate später. Ich lasse sie einfach da sein.

Welche Bedeutung hat das Räuchern mit bestimmten Kräutern?

Wenn du räuchern möchtest (und wie gesagt, ich liebe es), haben verschiedene Kräuter traditionelle Zuordnungen. Aber nimm das nicht zu dogmatisch.

Was ich verwende:

  • Salbei: Reinigung (das ist mein Klassiker)
  • Weihrauch: Wenn ich etwas feierlicher machen will
  • Beifuß: Besonders an Silvester, für Träume und Visionen
  • Wacholder: Schutz und Abgrenzung
  • Fichte/Tanne: Frische, Neubeginn (riecht auch einfach gut nach Winter)
  • Engelwurz: Wenn ich mich gestärkt fühlen will

Aber ehrlich gesagt: Ich sammle oft einfach, was ich finde. Manchmal sind es Kräuter aus meinem Garten, manchmal Harz aus dem Wald. Die Absicht, mit der du räucherst, ist wichtiger als das perfekte Kraut.
Du musst keine teuren Mischungen kaufen. Heimische Kräuter sind genauso kraftvoll, oft kraftvoller, weil sie aus deiner Region kommen.

Begleitung und Unterstützung

Brauche ich eine Anleitung für die Rauhnächte?

Nein, du kannst die Rauhnächte 2025 auch intuitiv gestalten. So wie ich es anfangs gemacht habe, einfach dem folgend, was meine Großmutter mir gezeigt hat.
Aber ich weiß auch: Eine Begleitung kann hilfreich sein. Ich selbst biete sie an, weil ich gemerkt habe, wie sehr sie Frauen unterstützt.

Eine Begleitung macht Sinn, wenn du:

  • Struktur suchst, aber keine Überforderung willst
  • Nicht weißt, wo du anfangen sollst
  • Dranbleiben möchtest, ohne dich unter Druck zu setzen
  • Tiefe suchst, aber Angst vor Überwältigung hast
  • Dich sicherer fühlst mit Unterstützung
  • Nicht alleine durch diese Zeit gehen möchtest

Aber es ist eine Option, keine Notwendigkeit. Beide Wege sind gut.

Was macht eine gute Rauhnächte Begleitung aus?

Ich kann dir sagen, was MIR wichtig ist in meiner eigenen Begleitung, und was ich selbst von einer Begleitung erwarten würde:

  • Respektiert dein Tempo. Ich dränge niemanden, schneller zu gehen als es sich richtig anfühlt
  • Gibt Struktur ohne starr zu sein, Du bekommst einen Rahmen, aber volle Freiheit darin
  • Verbindet Tradition mit moderner Lebenswirklichkeit. Ich z.B. erzähle von meiner Großmutter UND davon, wie es heute  funktioniert
  • Gibt Raum für deine individuelle Gestaltung denn nicht jede Frau ist gleich
  • Hat Substanz und Erfahrung, ist authentisch und bodenständig
  • Fängt dich auf wenn schwierige Gefühle hochkommen, und du bist nicht allein
  • Überfordert dich nich, weniger darf (vielleicht) mehr sein
  • Lässt DIR die Freiheit, denn auch mal auszusetzen ist okay

Welche Unterstützung biete ich für die Rauhnächte 2025/26?

Ich begleite Frauen seit über 20 Jahren durch die Rauhnächte, und ich habe zwei Angebote entwickelt, die genau das widerspiegeln, was mir wichtig ist:

Die Rauhnächte Begleitung mit Audio Impulsen

Was du bekommst:

  • Jeden Tag einen Audio Impuls von mir in der App
  • Für jeden der zwölf Tage etwas Geführtes, aber nicht Einengendes
  • Die Weisheit meiner Großmutter verbunden mit meiner eigenen 20-jährigen Praxis
  • Keine Überforderung – ich weiß, dass du ein echtes Leben hast
  • Flexibel nutzbar: Du hörst, wann es für dich passt
  • Zugang über die Rauhnächte App, die du auf deinem Handy hast

Für wen: Frauen, die Struktur und meine Begleitung möchten, ohne sich zu überfordern

Hier findest du alle Infos 

Das Rauhnächte Journal

Was du bekommst:

  • Ein Journal, das ich mit viel Liebe gestaltet habe
  • Struktur für deine Reflexionen (aber nicht zu viel)
  • Raum für Träume, Beobachtungen, Gedanken
  • Fragen, die dich durch jeden Tag führen
  • Zum Anfassen, zum Festhalten, zum Zurückblättern
  • Hochwertig gemacht, weil mir Qualität wichtig ist

Für wen: Frauen, die gerne mit der Hand schreiben und ihre Rauhnächte festhalten möchten

Hier kannst du das Journal in digitaler Form bestellen

Du kannst beide Angebote einzeln nutzen oder kombinieren (viele Frauen machen das).
Oder du gestaltest die Rauhnächte ganz für dich alleine. Alles ist gut.

Kann ich die Rauhnächte auch alleine gut gestalten?

Absolut. Ich habe jahrelang die Rauhnächte für mich alleine gestaltet, bevor ich angefangen habe, andere Frauen zu begleiten.
Vorteile, wenn du alleine praktizierst:

  • Du gehst in deinem Tempo
  • Keine Ablenkung durch andere
  • Volle Freiheit in der Gestaltung
  • Intimität mit dir selbst
  • Kein Vergleich mit anderen (das kann sehr befreiend sein)

Wann ich trotzdem eine Begleitung empfehle:

  • Wenn du zum ersten Mal Rauhnächte machst (es kann hilfreich sein, jemanden zu haben, der den Weg kennt)
  • Wenn du dazu neigst, aufzugeben (ich kenne das von mir selbst bei anderen Dingen)
  • Wenn du Struktur brauchst, um dranzubleiben
  • Wenn du dich sicherer fühlst mit Unterstützung

Beides ist völlig legitim. Ich habe Frauen in meinen Begleitungen, die schon Jahre dabei sind. Und ich kenne Frauen, die es wunderbar alleine machen.

Nach den Rauhnächten

Was passiert nach dem 6. Januar?

Das Leben geht weiter. Die Welt dreht sich weiter. Aber wenn du die Rauhnächte bewusst gestaltet hast, gehst du anders in dieses neue Jahr. Ich selbst merke es jedes Jahr: Nach den Rauhnächten habe ich mehr Klarheit darüber, was ich loslassen will und was ich einladen möchte.

Die Rauhnächte 2025/26 sind der Anfang, nicht das Ende. Sie sind wie ein Samen, den du pflanzt. Was daraus wächst, zeigt sich über das Jahr.

Was ich nach den Rauhnächten mache:

Ich nehme mir Zeit, meine Aufzeichnungen nochmal zu lesen

Ich wähle ein bis drei Erkenntnisse aus, die ich umsetzen möchte (nicht mehr, sonst wird es zu viel)

• Ich fange klein an
• Ich bin geduldig mit mir

Muss ich dann mein ganzes Leben ändern?

Nein. Und ich sage dir das ganz klar, weil ich diese Angst kenne.
Die Rauhnächte zeigen dir, was ist. Was du damit machst, entscheidest immer noch du.
Veränderung ist eine Möglichkeit, keine Pflicht.
Ich hatte Jahre, in denen ich in den Rauhnächten etwas erkannt habe, aber erst Monate später bereit war zu handeln. Manchmal ist das Sehen allein schon heilsam. Du musst nicht sofort handeln.
Und manchmal zeigen die Rauhnächte dir auch: Alles ist gut, so wie es ist. Auch das kann eine Erkenntnis sein.

Wie integriere ich die Erkenntnisse in meinen Alltag?

Behutsam und Schritt für Schritt. Das ist das Wichtigste, was ich gelernt habe.

Was ich empfehle (und selbst mache):

  • Wähle EINEN Aspekt aus
  • Mach ihn konkret: Nicht „Ich will mehr für mich sein“, sondern „Jeden Donnerstagabend eine Stunde nur für mich“
  • Fang klein an: Lieber 10 Minuten täglich als 2 Stunden wöchentlich (ich spreche aus Erfahrung)
  • Sei geduldig: Veränderung braucht Zeit. Ich gebe neuen Gewohnheiten mindestens drei Monate
  • Sei liebevoll mit dir, wenn es nicht sofort klappt

Die Rauhnächte 2025/26 sind ein Impuls. Was daraus wird, entfaltet sich über das ganze Jahr.

Unterstützung nach den Rauhnächten: Cosmic Moments

Viele Frauen haben mir über die Jahre gesagt: „Die Rauhnächte waren so kraftvoll, aber dann im Alltag verliert sich die Energie wieder.“
Das kenne ich selbst. Und deshalb habe ich vor drei Jahren die  Cosmic Moments entwickelt, eine wöchentliche Begleitung in der Yin App, die dich durchs ganze Jahr trägt.

Was ist Cosmic Moments?

  • Jede Woche bekommst du einen Impuls von mir zur aktuellen Zeitqualität
  • Ich verbinde dich mit den kosmischen Rhythmen (Mond, Planeten, Jahreskreis)
  • Du bleibst verbunden mit der Energie der Rauhnächte durchs ganze Jahr
  • Ich unterstütze dich bei der Umsetzung deiner Erkenntnisse
  • Es ist wie ein „Halten der Energie“ über die Monate hinweg

Warum das wichtig ist:
Die Rauhnächte 2025/26 geben dir Impulse und Richtung. Aber die Umsetzung geschieht im Alltag, Woche für Woche. Cosmic Moments unterstützt dich dabei, dranzubleiben. Verbunden mit der Zeitqualität. Im Einklang mit den kosmischen Rhythmen.
Ich selbst lebe nach diesen Rhythmen, und es macht einen riesigen Unterschied.

Mehr Infos zu Cosmic Moments und der Yin App

Kann ich auch im Laufe des Jahres auf meine Rauhnächte Aufzeichnungen zurückgreifen?

Unbedingt! Und ich tue das selbst regelmäßig.
Deine Aufzeichnungen aus den Rauhnächten sind wertvoll fürs ganze Jahr.
Ich schaue immer wieder in meine alten Journals und bin erstaunt, was ich dort finde.

Wann ich selbst zurückschaue:

  • An meinem Geburtstag (das ist für mich ein wichtiger Moment der Reflexion)
  • Zu den Jahreskreisfesten (Frühlings Tag und Nacht Gleiche, Sommersonnenwende, Herbst Tag und Nacht Gleiche)
  • Wenn ich mich verloren fühle und Orientierung brauche
  • Am Ende des Jahres vor den nächsten Rauhnächten (das ist besonders spannend)

Viele Frauen aus meinen Begleitungen erzählen mir: Was sie in den Rauhnächten aufgeschrieben haben, hat sich tatsächlich bewahrheitet. Oder zeigt sich im Rückblick in einem völlig neuen Licht.

Das erlebe ich selbst auch immer wieder. Es ist, als würdest du im Rückblick verstehen, was dir die Rauhnächte zeigen wollten.

Abschluss: Bereit für die Rauhnächte 2025/26?

Du hast jetzt alle Antworten auf die wichtigsten Fragen, die mir in über 20 Jahren Rauhnächte Arbeit gestellt wurden. Du weißt, was dich erwartet, wie du die Zeit gestalten kannst und vor allem: dass du nichts „perfekt“ machen musst.
Die Rauhnächte 2025/26 beginnen am 21. Dezember 2025. Das ist deine Einladung, bewusst durch diese Schwellenzeit zu gehen.
Mit oder ohne Begleitung. Mit oder ohne Rituale. Auf deine Art.

Ich freue mich, wenn du dabei bist. Ob alleine für dich oder mit meiner Unterstützung, die Rauhnächte warten auf dich.

Deine nächsten Schritte

Möchtest du meine Begleitung durch die Rauhnächte 2025/26?

🎧 Rauhnächte Begleitung mit Audio Impulsen:

Täglich ein Impuls von mir in der App 📖 Rauhnächte Journal:Dein Begleiter zum Schreiben und Festhalten
Beide Angebote findest du hier

 

Möchtest du die Energie durchs ganze Jahr tragen?

Cosmic Moments in der Yin App: Wöchentliche Impulse zur Zeitqualität von mir

Noch mehr über die Rauhnächte?
Lies auch meinen Artikel: Rauhnächte 2025/26: Warum du nicht verzichten solltest

Weibliche Spiritualität und die vergessene Kraft des 8. Dezembers

Die Sperrnacht am 8. Dezember markiert einen besonderen Wendepunkt im Jahr als eine Zeit, in der weibliche Spiritualität uns einlädt, innezuhalten und das Tun ruhen zu lassen. Während die meisten Menschen nur an einen katholischen Feiertag denken, verbirgt sich hinter Maria Empfängnis eine viel ältere, weiblichere Geschichte.

Wenn du heute im Kalender nachschaust, steht dort „Maria Empfängnis“. Und vielleicht denkst du dir kurz: Moment mal, wie soll sich das bis Weihnachten ausgehen? Empfängnis und Geburt in nur knapp drei Wochen?

Die Verwirrung ist verständlich und weit verbreitet. Denn am 8. Dezember wurde nicht Jesus empfangen, sondern Maria selbst von ihrer Mutter Anna. Mancherorts kennst du diesen Tag vielleicht auch als „Anna-Tag“, benannt nach jener Frau, die nach langer Kinderlosigkeit endlich schwanger wurde.

Und genau hier beginnt eine Geschichte, die für weibliche Spiritualität von großer Bedeutung ist.

Die Geschichte dahinter

Anna und Joachim konnten lange keine Kinder bekommen. Joachim zog sich 40 Tage in die Wüste zurück zum Fasten und Beten, während Anna in Jerusalem im Gebet blieb. Ein Engel erschien beiden und kündigte ihnen ein Kind an. Joachim kehrte freudig zurück, und die beiden trafen sich an der „Goldenen Pforte“ des Tempels. Dort umarmten sie sich und dieser Moment gilt als die Empfängnis Mariens.

Die Kirche spricht von der „unbefleckten Empfängnis“: Maria wurde frei von der Erbsünde empfangen.

Was, wenn wir die Erbsünde anders verstehen?

Ich glaube nicht an die Erbsünde, wie die Institution Kirche sie uns vermittelt hat, um uns klein zu halten. Aber ich kenne sehr wohl das Phänomen, dass wir uns selbst klein halten.

Diese unbewusste Prägung von „ich muss noch etwas tun, damit…“ kennst du vielleicht auch. Gerade im spirituellen Feld höre ich es ständig:

  • „Daran muss ich noch arbeiten.“

Klingt das nicht unglaublich anstrengend?

Vielleicht ist die wahre „Erbsünde“ etwas ganz anderes: dass wir uns selbst zu viele Bedingungen auferlegen. Bedingungen, die uns von unserem eigentlichen Weg wegführen. Wenn wir davon ausgehen, dass wir das Göttliche in uns tragen, wäre unser ureigener Weg doch, ganz bei uns zu bleiben, frei von inneren und äußeren Erwartungen.

Die Einladung des heutigen Tages

Mit sich verbunden und im Vertrauen leben, gemäß jenem Seelenplan, den wir in uns behüten. Zu werden und zu leben, was wir wahrlich sind.

Und jetzt kommt der Satz, der vielleicht gerade in dir etwas auslöst:

Alles, was du innerlich sehen kannst, als Wunsch, Traum, Vision  ist dir äußerlich bestimmt, es auch leben zu dürfen.

Wozu sonst sollte dieses Bild in dir existieren?

Deshalb wage es jetzt, für dich zu formulieren:

  • „Ich bin es würdig…“
  • „Ich bin es wert, dass…“
  • „In meinem Leben ist es mir bestimmt, dass…“

ABER  und das ist wichtig,

Weil du bislang vielleicht ein limitierendes Glaubensmuster gefahren bist, reicht es womöglich nicht aus, nur die Sätze zu formulieren. Bewege dich tatsächlich in dieses Feld des Erlebens:

  • Was kannst du schon jetzt tun, um genau das zu unterstützen?
  • Welche Handlung liegt außerhalb deiner Komfortzone?
  • Was hast du vielleicht noch nie gewagt?

Jetzt ist der Moment.

Weibliche Spiritualität und das Mysterium der großen Mütter

Maria und ihre Mutter Anna  beide sind große Mütter. Anna als Großmutter von Jesus, Maria als jene, die das göttliche Licht gebar. Der heutige Tag ehrt die großen Mütter und ist damit ein kraftvoller Tag für weibliche Spiritualität.

Und wenn wir über die biblische Geschichte hinausschauen, zeigt sich noch eine andere Ebene. Der Name „Anna“ trägt die Ursilbe „An“; in alten Sprachen das Zeichen für das weibliche Vorangegangene, die Ahnin. Im Jakob-Evangelium wird Anna sogar „Dinah“ genannt. Sind wir da nicht schon nahe bei der Göttin Diana?

In alten Zeiten gab es viele Göttinnen mit ähnlichem Namensklang: Anahita, Ananta, Anath, Inanna, Hannahanna, Anu, Dana – allesamt Göttinnen des schöpferischen Prinzips, Muttergöttinnen. Diese Verbindung zu den alten Göttinnen macht den 8. Dezember zu einem besonderen Tag für weibliche Spiritualität.

Das Mysterium liegt in der Fruchtbarkeit, im Lebensbringenden, im Gebärenden  dem großen Wunder des neuen Lebens.

Frage dich:

  • Was ist es, das durch dich in die Welt kommen will?
  • Welches neue „Leben“ möchte durch dich geboren werden – sei es ein Projekt, eine Veränderung, eine Berufung?

Die Sperrnacht und wie weibliche Spiritualität alte Tradition trifft

Mit dem heutigen Tag beginnt in vielen Traditionen die Zeit der Sperrnächte als jene Zeit vor der Wintersonnenwende, in der die Arbeit ruhen sollte. Die Sperrnacht ist ein wichtiges Element weiblicher Spiritualität und lädt uns ein, das Yang-Prinzip des Tuns loszulassen.

Früher wurden die Werkzeuge gereinigt und weggesperrt, um keine „bösen Geister“ anzuziehen. In der weiblichen Spiritualität verstehen wir diese alte Weisheit neu: Die Sperrnacht erinnert uns daran, Stille zu halten, um keine inneren bösen Geister zu nähren. Die innere Arbeit ruhen zu lassen.

Praktisch umgesetzt könntest du:

  • Auf das vergangene Jahr blicken: Was lief gut? Was nicht so gut?
  • Würdigen, was war und
  • Loslassen, was noch offen ist

Im Außen aufräumen: zurückgeben, was anderen gehört, Schulden begleichen, die Wohnung in Ordnung bringen

Besonders wichtig war früher: Die Spinnräder hatten still zu stehen. Nur die Schicksalsgöttin Willbeth durfte den Lebensfaden weben. Und heute? Spinnen wir Pläne, manifestieren, arbeiten am Business fürs kommende Jahr.

Die Sperrnacht lädt uns in der weiblichen Spiritualität zu etwas anderem ein: Stille. Nichtstun. Sein. Ganz im Yin-Prinzip.

Bis zur Wintersonnenwende haben wir etwa 12 Nächte Zeit für diese innere Einkehr und genau für diese kraftvolle Phase habe ich ein besonderes Angebot für dich.

Die Zeitqualität nutzen

Aus welchem Blickwinkel wir den heutigen Tag auch betrachten, die Thematik zeigt sich immer als dieselbe, vielleicht in einem anderen Licht. Weibliche Spiritualität am 8. Dezember verbindet die Geschichte von Maria und Anna mit den alten Göttinnen und der Botschaft der Sperrnacht.

Frage dich:

  • Welche Bedingungen hast du dir selbst gesetzt?
  • Welche begrenzen dich unnötig?
  • Kennst du deine Bestimmung  oder hast du eine Ahnung von ihr?
  • Wie schenkst du deinem Licht seinen Raum?

Maria lebte ihre Bestimmung in tiefer Verbundenheit und voller Hingabe. Und diesen Auftrag tragen wir alle in uns: Das göttliche Licht zu behüten, zu nähren und als Licht zu den Menschen zu bringen und zwar jeder gemäß seiner persönlichen Bestimmung.

Das gilt es heute zu feiern.

Folge der Energiequalität des Tages. Halte inne, verbinde dich mit deiner inneren Essenz. Die Botschaft der Sperrnacht ist klar: Weibliche Spiritualität bedeutet auch, dem Yin Raum zu geben:  der Stille, dem Sein, dem Empfangen.

Weil du es dir wert bist.

Rauhnächte bieten dir den Raum, all diese Fragen zu erforschen und Antworten zu empfangen. Begleite ich dich dabei?

Go with the flow.